Der Weg zu Dir

Die Frage ist, weshalb wir uns überhaupt auf den Weg zu uns selbst machen müssen und weshalb wir nicht einfach wir selbst sein können.

Dazu ist es wichtig, das Thema „Gefühle“ unter die Lupe zu nehmen. Denn betrachten wir unsere moderne Gesellschaft, reduziert sich der Umgang mit unseren Gefühlen eher auf den Versuch, sie nicht zu fühlen!

Das liegt daran, dass wir bereits in frühen Kindertagen auf schmerzhafte Weise gelernt haben, bestimmte Gefühle zu fürchten oder dass es schlichtweg besser ist, sie erst gar nicht zu haben. Als Folge daraus haben wir uns in den Jahren danach regelrecht darauf trainiert, Gefühle wegzudrücken oder gar nicht zu fühlen. Das funktioniert eine Weile ganz gut, bis uns bewusst wird, dass wir dafür einen hohen Preis bezahlen. Unserem Leben fehlt die Lebendigkeit, die Leidenschaft und die Unbekümmertheit.

Dann leben wir, wie Khalil Gibran es so schön beschrieb:

…in einer Welt ohne Jahreszeiten,
wo du lachen wirst, aber nicht dein ganzes Lachen,
und weinen, aber nicht all deine Tränen.

Und zu allem Überfluss haben wir uns selbst dabei aus den Augen verloren. Durch alle Strategien der Anpassung und des Funktionierens, haben wir irgendwann keine Ahnung mehr, wer wir wirklich sind und was wir wirklich wollen im Leben. Wir suchen den Weg zurück, haben aber keine Ahnung, wo wir beginnen sollen.

Wie kann der Weg zurück zu uns selbst aussehen?